Vidau - Für euch verkostet!

Vidau – Für euch verkostet!

Kaum waren sie eingetroffen, hat sich unsere Kollegin Tanja die neuen Vidau-Weine geschnappt und sie gemeinsam mit Freunden für euch verkostet. Hier könnt ihr nachlesen, wie die Weine angekommen sind.

Das Projekt

Die Vidau Weine verdanken wir der berühmten Weinmacher-Familie Gil, von der auch der köstliche Monastrell »4 meses en barrica« aus der D.O. Jumilla stammt. Für ihr neustes Projekt haben sie jedoch ihre Heimat verlassen und sich stattdessen in ganz Spanien auf die Suche nach einzigartigen Lagen gemacht. Dabei war es ihr Ziel, unentdeckte Terroirs aufzustöbern und Weine zu erzeugen, die den Zauber ihrer Heimat in sich tragen. Für die erste Vidau Edition wurden sie in drei Regionen fündig: Im Montsant, in der bislang eher unbekannten D.O. Almansa und in Calatayud.
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Die Verkostung

Um die Spannung zu erhöhen, haben wir die Weine zunächst blind verkostet. Erst im Anschluss haben wir die Flaschen enthüllt und die Weine nochmal zum Essen probiert – mit durchaus anderen Ergebnissen als zuvor.

Der erste Wein, den wir verkostet haben, war der Vidau Calatayud. Wie es für die Region typisch ist, ist er ein 100%iger Garnacha. Die alten Reben stehen in großer Höhe, auf ton- und schieferhalten Böden. Eine exzellente Lage, die dem Wein eine schöne Frische mit auf den Weg gibt. Das Aroma ist geprägt von roten Früchten, Nelken und einer ganz feinen Vanillenoten, die sicherlich der kurzen Reife im neuen Holz zu verdanken ist. Unsere einhellige Meinung: Ein sehr runder und angenehm milder Rotwein, der perfekt geeignet ist, um sich an einem kühlen Herbstabend mit einem guten Buch auf die Couch zu kuscheln. Vor dem Essen, blind verkostet, war dieser Vidau unser Favorit!Vor dem Essen_final

Weiter ging es mit dem Vidau Montsant, der sich schon im Bouquet als typischer Vertreter seiner Heimat offenbarte. Denn bereits hier war deutlich jene zarte Mineralität wahrnehmbar, die kennzeichnend ist für die Weine der Region. Ergänzt wird das Ganze von einer feinen Kräuterwürze und dem schönen Duft nach schwarzen Johannisbeeren. Trotz des verhüllten Etiketts waren wir uns sicher, dass hier Cabernet Sauvignon mit von der Partie sein muss. Und tatsächlich handelt es sich um eine Cuvée von Cariñena, Garnacha und besagter französischer Edelrebe. Ein Wein, der auch geschmacklich mit feiner Würze zu überzeugen weiß.

Als letzter Kandidat kam der Vidau Almansa ins Glas. Die Region liegt im Südosten Spaniens, quasi zwischen dem Meer im Osten und der spanischen Hochebene im Westen. Die Weinberge sind teilweise sehr hoch gelegen und auch die Trauben für den Vidau wachsen in 900 Metern Höhe. Neben dem Monastrell ist die autochthone Sorte Garnacha Tintorera der ganze Stolz der Weinbauern. Sie ist die einzige Traube, die rotes Fruchtfleisch hat und den Weinen damit eine kräftige Farbe verleiht. Es gab sogar Zeiten, in denen sich in deutschen Rotweinen ein kleiner Anteil Garnacha Tintorera fand, um den blassen deutschen Roten mehr Farbe zu verleihen. Im Vidau wird sie von der spanischen Monastrell Traube ergänzt und zusammen ergeben sie eine köstliche Cuvée, die uns mit ihrer eleganten Struktur und dem würzig-rauchigen Geschmack gut gefallen hat.

Zum Essen gab es, passend zum Herbst, eine leckere Lasagne. Alle Weine konnten hier prima mithalten und haben uns überzeugt. Nach ausgiebigem Verkosten waren wir uns jedoch einig, dass der Vidau Almansa hier nochmal besonders punkten konnte. Mit seinem ganz leicht rauchige Aroma hat er toll mit der Bolognese Lasagne harmoniert. Eindeutig unser Favorit! Nach dem Essen

Das Fazit

Mit der Vidau Selektion hat die Familie Gil ein tolles Projekt realisiert. Bei der Auswahl der Lagen folgen sie nicht dem Mainstream, sondern einzig ihrem önologischen Gespür, so dass wir uns auch über Weine aus unbekannten Regionen freuen können. Alle drei Weine (die übrigens vegan sind) bringen viel regionalen Charme mit und sind Vertreter ihrer Heimat. Gleichzeitig tragen sie eindeutig die Handschrift der Familie Gil. Denn trotz aller Unterschiede sind sie genau so samtig und weich, wie wir es von ihren Weinen gewohnt sind.

Probiert sie doch einfach mal aus: Hier geht’s zu den Weinen