Erlaubt ist, was gefällt!

Erlaubt ist, was gefällt!

Um die Frage nach dem richtigen Wein zum Essen ranken sich noch immer zahlreiche Mythen. Ein strenges Reglement erweckt den Anschein, als würde das gedünstete Fischfilet post-mortem den Teller verlassen, würde man es, begleitet von einem Glas Rotwein, auf seine letzte Reise schicken. Und auch rotes Fleisch und roter Wein scheinen eine gottgegebene Paarung zu sein, die der Mensch nicht trennen soll. Diese starren Regeln entstammen jedoch einer Zeit, als in den Küchen noch weitaus klassischer und weniger variantenreich gekocht wurde, als dies heute der Fall ist.

Um zu dieser neu gewonnenen Vielfalt den passenden Wein auszuwählen, gilt es, genau eine Regel zu beachten: Erlaubt ist, was gefällt! Solltet ihr eure kulinarische Erfüllung in der Kombination von gedünstetem Zanderfilet und einem körperreichen Rotwein finden, dann lasst euch in keinem Fall davon abbringen. Weder eure stirnrunzelnden Tischnachbarn, noch der möglicherweise konsternierte Sommelièr können nachvollziehen, was genau eure Geschmacksknospen zum Jubilieren bringt.

Histamininformation von Wein und Vinos neu

Mehr vom Gleichen ist gut!

Wer sich völlig unsicher ist, wie er den passenden Wein zu seinem Essen findet, kann sich jenseits des eigenen Geschmacks an einer weiteren, sehr einfachen Regel orientieren: Mehr vom Gleichen ist gut! Wenn sich also die Speise und der dazu ausgewählte Wein hinsichtlich ihrer Aromatik und ihrer Intensität ähnlich sind, wird diese Kombination höchstwahrscheinlich nicht völlig daneben liegen. Doch genug der trockenen Theorie, lasst uns lieber auf die Teller und in die Gläser schauen.

La Entrada

Vorspeisen, die eine exotisch-fruchtige Richtung einschlagen, finden einen wundervollen Begleiter in einem Wein, der ebenfalls ein vollfruchtiges Aroma mitbringt. Krabbencocktail oder Papayasalat finden ihr Pendant beispielsweise im Gramona Gessami Blanc 2013, der sich mit seinem Bouquet von exotischen Früchten perfekt in das Aromenspiel der asiatisch inspirierten Küche einfügt. Natürlich spricht auch nichts dagegen, zur Vorspeise einen Roten zu kombinieren. So passt der Pau Tinto, ganz leicht gekühlt serviert, ebenso vorzüglich zu einem dünn aufgeschnittenen Rindercarpaccio als Vorspeise wie zur knusprigen Pizza im Hauptgang.

Oliven

Plato Principal

Mit dem Hauptgang ist hinsichtlich der Aromatik die nächste Runde eingeläutet. Zu einem kurzgebratenen Lamm- oder Rinderfilet empfiehlt sich zum Beispiel der Pasión de Bobal Tinto 2011, dessen sanfte Tannine ihm genau das Rückrat geben, das er benötigt, um mit einem kräftig gebratenen Stück Fleisch mitzuhalten. Wer sich dagegen für ein Schmorgericht mit einer sämig-kräftigen Sauce entscheidet, ist mit dem Mesa/13 genau richtig beraten. Der Schmelz einer mit Liebe eingekochten Rotweinsauce setzt sich perfekt in dieser Cuvée fort, die an Samtigkeit und Verführungskraft kaum zu überbieten ist.

Für diejenigen unter euch, die keinen Rotwein mögen, verfügt die Weinwelt glücklicherweise über ausreichend Alternativen. Gerade als Begleitung zum Hauptgang eignen sich die Weißen, die im Holzfass ausgebaut wurden. Hierdurch wird die Säure gemildert, der Wein wirkt dadurch milder, aber auch fülliger und körperreicher. Probiert es aus! Zum Einstieg vielleicht mit dem Acústic Blanc 2011, der eine sehr feine und dezente Holznote aufweist. Wer stattdessen die frischen, leichten Weißen zum Hauptgang bevorzugt, findet natürlich auch allerlei Kombinationsmöglichkeiten. So hilft die etwas höhere Säure im Weißwein dabei, fettreiche Speisen bekömmlicher zu machen. Begleitet von einem frischen, knackigen Weißwein wie dem Espinosa Albariño wirkt jede Gorgonzolasauce und selbst ein Käsefondue gleich viel leichter.

Creme Brulee

El Postre

Crema Catalana, Mousse au Chocolat oder lieber ein Stückchen zartschmelzenden Käse? Die Möglichkeiten, unsere kulinarische Reise zu einem süßen Ende zu führen, sind nahezu unbegrenzt. Und ebenso vielfältig ist unsere Geheimwaffe, die sich nahezu jedem Menüabschluss als wunderbart Begleiter präsentiert. Der süße Mesa/10, das neueste Mitglied unserer Mesa-Familie, passt schon aufgrund seiner cremigen Konsistenz hervorragend zu den verschiedensten Süßspeisen. Hier gilt, was seinerzeit schon Kurt Tucholsky bedauerte: „Schade, dass man Wein nicht streicheln kann!“

Eure Tanja, Wein & Vinos Team